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In der
Kreisgemeinde Haltern am See findet man, unmittelbar südlich des
Halterner Stausees, eines der ältesten Naturschutz- gebiete des Kreises
Recklinghausen und eines der ältesten in Nordrhein-Westfalen.
Mit rund 88 Hektar ist das Naturschutzgebiet "Westruper Heide" das
größte zusammenhängende Heidegebiet im Umkreis des Ruhrgebietes und im
Münsterland. Mit ausgedehnten Besenheiden, Sandtrockenrasen und
Wacholderbeständen hat es als Lebensraum, für die Naherholung und die
Naturbildung eine hohe und überregionale Bedeutung. Zur Erhaltung der
Heide werden kontinuierlich Maßnahmen durchgeführt, die sie verjüngt und
wüchsig hält. Besonders eindrucksvoll ist es, wenn in den Wintermonaten
bei offenem Wetter vergreiste Heide „angezündet“ – gebrannt - wird. |
Diese auf
den ersten Blick frevelhafte Maßnahme ist eine der
einfachsten Verjüngungsmaßnahmen.
In den Sommermonaten wird das Naturschutz- und FFH-Gebiet „Westruper
Heide“ von einer Heidschnucken-Schafherde beweidet. Durch den
Verbiss wird das Heidekraut verjüngt und unerwün- schte Birken und
andere Gehölze in Ihrer Entwicklung gestört.
Weiterhin werden überalterte Heidebereiche gemäht und geplaggt, wodurch
Bereiche entstehen, in denen sich der Wacholder durch Aussaat verjüngen
kann.
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Mit
dieser Vielzahl an Pflegearbeiten, die vom Kreis Recklinghausen
koordiniert werden, wird das, für das Naturerleben sehr
reizvolle Landschaftsbild einer offenen Heidefläche erhalten. Die gute
Arbeit der vergangenen Jahre wurde insbesondere in diesem Jahr auch
durch die Tatsache belohnt, dass sich ein kreiseigenes Konzept zur
Besucherlenkung für dieses Schutzgebiet im Rahmen eines NRW-weitem
Wettbewerbes (Erlebnis.NRW) durchsetzte. Es wird mit ca. 200.000,- €
Fördergeldern der Europäischen Union (EU) und des Landes NRW
bezuschusst.
Somit ist die weitere positive Entwicklung dieses einmaligen
Landschaftsraumes für die nächsten Jahre gesichert. |

Foto: Brennen
des Heidekrautes in der Westruper Heide (Pflegemaßnahme im Winter 2006/2007)