Gemeinde Hünxe
Hünxer Bachtal und Ringwall
Das Naturschutzgebiet stellt einen der bedeutsamsten
naturnahen Biotopkomplex im Gebiet der Gemeinde Hünxe dar. Als NSG
festgesetzt ist das etwa 1 km lange Bachtal des Hünxer Baches mit seiner
Quellmulde südlich des Schwarzer-Drecksweges, uferbegleitenden Bruchwäldern
und angrenzenden Waldbeständen, ein sich westlich anschließendes
Seitentälchen sowie eine Feuchtwiese nördlich der Burgstätte Berge.
Wertbestimmend sind vor allem die alten Laubwaldbestände und der natürlich
mäandrierende Hünxer Bach. Aus historischer Sicht sind vor allem die alten
Landwehren und die Motte (frühmittelalterliche Fliehburg) mit mehreren
Ringgräben von Bedeutung.
Alte Buchen und Eichenbestände mit reichem Höhlenangebot und Totholzanteilen,
Eichen-Birkenwald, Birkenbruchwald, frei mäandrierter Bachlauf mit
Torfmoos-Erlenbruchwald, Rispenseggenried und Feuchtwiesen bieten
mannigfaltige Lebensräume für Hohltaube, Specht, Nachtigall. Dohle,
Blindschleiche, Grünforsch, Molch und mehrere Schmetterlingsarten, um nur
einige zu nennen.
Einige Beispiele, die die Pflanzenvielfalt dokumentieren, sind:
Sumpfdotterblume, Rispensegge, Sumpfveilchen, Königsfarn, Helmkraut,
Wasserfeder, untergetauchte Wasserlinse und Borstgras.
Um den gesamten Kernbereich ruhigstellen zu können, wurde 2001/2002 das
gesamte Wegesystem aus dem Kernbereich des NSG auf den randlichen Wall
verlegt. Die vorhandenen Verrohrungen des Bachlaufes wurden rückgebaut.