Stadt Rhede
Burlo-Vardingholter Venn
Das Burlo-Vardingholter Venn im Nord-Osten von Rhede umfasst einen etwa 100 Hektar großen, schon 1932 als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Hochmoorkomplex an der niederländischen Grenze. Dazu gehört auch der stark verlandete Heideweiher "Entenschlatt". Dieser landesweit bedeutsame Hochmoorkomplex bietet Platz für zahlreiche gefährdete moortypische Pflanzen- und Tierarten. Die Große Moosjungfer, eine vom Aussterben bedrohten Libelle oder gefährdete Vogelarten wie der Wespenbussard finden hier ein zu Hause. Pollenanalytische Untersuchungen von H. Koch (1929) und Rehage (1964) bescheinigen dem Burlo-Vardingholter Venn eine 3000- bis 4000-jährige Entstehungsgeschichte.
Büngersche-Dingdener Heide

Das Naturschutzgebiet Büngernsche Heide und
Dingdener Heide liegt nordöstlich des Stadtteils Dingden. Noch im
letzten Jahrhundert erstreckte sich hier eine fast 500 ha große
Heidelandschaft mit anmoorigen bis moorigen Teilflächen. Zu Beginn der
20er Jahre des letzten Jahrhunderts tobte ein großer Flächenbrand in dem
Gebiet. In der Folge begannen einheimische Landwirte mit der
Kultivierung der Flächen. Anfangs wurden die Landstriche extensiv
bewirtschaftet, später, in den 70er Jahren, dann auch intensiv. Dies
ging mit einer planmäßigen Entwässerung der anmoorigen und moorigen
Flächen einher.
Seit 1987 steht nun die Dingdener und Büngernsche Heide unter
Naturschutz. Die schrittweise Extensivierung der landwirtschaftlichen
Nutzung bot zahlreichen vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten
hier ein neues Refugium. In den Feuchtwiesen, Hecken, Krautsäumen und
Feldgehölzen kann man allerlei seltene Vögel beobachten, doch auch
Reptilien, Amphibien, Libellen, Heuschrecken und andere Insekten finden
hier einen wertvollen Rückzugsraum.
Rund 20 % aller nachgewiesenen Gefäßpflanzenarten stehen auf der roten
Liste der bestandsgefährdeten Arten in Nordrhein-Westfalen.
Auffallend sind die vielen Kopfweiden, deren unverwechselbares
Erscheinungsbild mit besenförmigen Kronen, angeschwollenen oberen
Stammteilen und häufig hohlen Stämmen auf die Bewirtschaftung
zurückgeht, bei der alle zwei bis fünf Jahre sämtliche Seitentriebe
entfernt werden. Die Zweige wurden früher zum Flechten benutzt. Die
hohlen Stämme sind willkommene Behausung für viele Insekten und
höhlenbrütende Vögel.
Ein gut ausgebautes Wegenetz, das gleichermaßen für Wanderer wie auch
Radwanderer geeignet ist, erschließt eines der größten
Feuchtwiesenbiotope Nordrhein-Westfalens.
Ideale Ausgangspunkte sind die großen Parkplätze an der Akademie
Klausenhof, dem Waldfriedhof "Am Bokern", der Sportanlagen am Höingsweg
und am Campingplatz "Erholungsgebiet Dingdener Heide". Das Parken am
Wegesrand ist in der Heide zu vermeiden, da der landwirtschaftliche
Verkehr behindert wird. Bitte verhalten Sie sich bei Ihrem Besuch
naturgerecht, bleiben Sie auf den Wegen, die geöffnet sind, leinen Sie
Ihre Hunde an und hinterlassen Sie keinen Müll in dieser ökologisch
wertvollen Landschaft.
INFORMATION
Touristinformation Rhede
Rathausplatz 9, 46414 Rhede
Telefon 02872/930-100
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