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Naturparke sind beispielhafte Kulturlandschaften, die aus
Naturschutzgründen und wegen ihrer besonderen Schönheit und Eigenart von
besonderer Bedeutung sind. Es gilt diese "großräumigen Vorbildlandschaften"
zu erhalten, zu pflegen und nachhaltig zu entwickeln. Sie sollen von den in
ihnen lebenden Menschen anerkannt und mitgetragen werden.
Dabei steht die Kulturlandschaft ohne musealen Charakter im Vordergrund, die
nur mit den und für die im Gebiet lebenden Menschen gestaltet und erhalten
werden kann. (Grundkonzept nachhaltiger Entwicklung: "Schutz durch
Nutzung").
Naturparke sind Orte der landschaftsbezogenen Erholung für die Bevölkerung
der angrenzenden Ballungsgebiete und fördern die Entwicklung eines
nachhaltigen Tourismus besonders in strukturschwachen Regionen.
Unter besonderer Berücksichtigung der naturnahen und landschaftsbezogenen
Erholung sind Naturparke für die Sicherung und Verbesserung der ökologischen
Struktur mitverantwortlich.
Einer der Schwerpunkte der Naturparkarbeit ist die Umweltbildung und
Öffentlichkeitsarbeit. Dadurch wird Verständnis und Akzeptanz für den
Naturschutz und eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes
geschaffen sowie die regionale Identität gefördert.
Der Naturpark Hohe Mark hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Gebiet durch
geeignete Maßnahmen zu einem weiträumigen, naturnahen und lärmarmen
Erholungsgebiet im Einvernehmen mit den Mitgliedskreisen, Städten und
Gemeinden, zuständigen Fachbehörden und Interessenorganisationen zu
entwickeln.
Natur- und Landschaftsschutz
Die für den Naturpark und seine Einrichtungen
Verantwortlichen haben von der ersten Stunde an erkannt, dass die Landschaft
als wertvollstes Gut eines besonderen Schutzes bedarf. Alle Beteiligten
müssen zusammenwirken, um die Landschaft und die heimatlichen Kulturräume in
ihrem jeweiligen charakteristischen Erscheinungsbild zu erhalten.
Heute stehen rund 75 % der Fläche des Naturparks unter Landschaftsschutz.
Dazu zählen insbesondere die den Charakter der Landschaft und ihr
Erscheinungsbild prägenden Waldbereiche, ehemalige Heide- und Moorgebiete,
Dünengelände, Feuchtwiesen sowie Bach- und Flußauen.
Darüber hinaus sind mehr als 1000 Gebiete mit einer Gesamtflächengröße von
175 km² (17 % der Naturparkfläche) als schutzwürdige Biotope kartiert
worden. Schutzwürdige Biotope sind Gebiete, die für den Arten- und
Biotopschutz besonders wertvolle Lebensräume darstellen. In einem Drittel
des Naturparkgebietes sind gefährdete Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen
worden.
Zur Zeit sind ca. 7 % der Naturparkfläche als rechtskräftige oder
einstweilig sichergestellte Naturschutzgebiete ausgewiesen. Durch die
Ausweisung von Naturschutzgebieten sollen die für den jeweiligen
Landschaftsraum typischen, möglichst vollständig ausgebildeten
Lebensgemeinschaften von Pflanzen und Tieren in einem intakten
Naturhaushalt, die äußerst selten oder infolge des Landschafts- und
Nutzungswandels gefährdet und stark rückläufig sind, geschützt werden.