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Stadt Dinslaken
St. Vincentius-Kirche
Im Zentrum der Dinslakener Altstadt befindet sich die am 18.
Dezember 1436 zur Pfarrkirche erhobene katholische Kirche St. Vincentius.
Der aus dem 15. Jahrhundert stammende Hochaltar zeigt auf den bemalten
Vorderseiten der Flügel die vier Evangelisten Markus, Matthäus, Johannes und
Lukas und im Inneren die Passion Christi. Das Kreuz inmitten der Kirche ist
2,50 m hoch und wurde um 1330 errichtet.
An der Außenmauer von St. Vincentius befindet sich die 1501 vollendete
Kreuzigungsgruppe. Vom Kirchvorplatz gelangt man durch einen kleinen
Pfarrgarten zum Rotbach. Beidseitig einer kleinen Brücke befinden sich noch
Reste der Stadtbefestigung, mit einer ursprünglichen Höhe von rund 3 m.
Kreuzigungsgruppe - Drei Kreuze
Die Kreuzigungsgruppe steht heute an der nördlichen Außenmauer der St.
Vincentius Kirche und gehört zu den bedeutendsten ihrer Art. Eine Kopie
befindet sich an der Duisburger Straße. Sie stammen aus dem Jahre 1501 und
sind aus Baumberger Sandstein gefertigt. Die 1,70 m hohen Kreuze standen
ursprünglich als Teil eines Kreuzweges in Wesel und wurden anlässlich einer
Pilgerfahrt gespendet. Aus Angst vor Zerstörung wurde die Gruppe 1652
demontiert und in Dinslaken am Walsumer Tor, dort wo heute die Kopie steht,
wieder aufgestellt.
Evangelische Stadtkirche
Nachdem es bereits seit 1603 eine reformierte Kirche in
Dinslaken gab, wurde 1649 bis 1653 das erste Kirchengebäude errichtet. Nach
Zerstörung der Kirche im Jahre 1719, Neubau im Jahre 1721, wurde die Kirche
2000 grundlegend restauriert und ist seitdem wieder zugänglich. Der
Architekt Sala schuf 1921 eine einschiffige Saalkirche in Backsteinbauweise
mit dreiseitigem Schluss und integriertem Turm. Erst 1904 wurde eine
Sakristei an den Chor angegliedert.
Die Kundschafter
An der evangelischen Stadtkirche befindet sich das Relief der
"Kundschafter". Im Original war es ursprünglich als Zementputz auf
Ziegelmauerwerk gearbeitet und hing am Haus Nr. 24 am Dinslakener Altmark.
Das Haus beherbergte den Konsum-Markt. Nach dem Abriss des Hauses 1981
wurden sie in mühevoller Arbeit geborgen und restauriert und schließlich als
Nachguss an der ev. Stadtkirche angebracht. Im Inneren der Kirche ist das
Motiv des Reliefs auch als Fensterbild wiederzufinden. Das Motiv zeigt eine
bekannte Episode des alten Testaments aus dem Buch Numeri (13, 22), den Weg
der Israeliten ins Gelobte Land.
Evangelische Kirche in Hiesfeld
Wahrscheinlich wurde die evangelische Kirche in Hiesfeld bereits im 10. Jahrhundert gegründet. Leider wurde sie durch Brände immer wieder zerstört, bis im 12. Jahrhundert der Bau einer Saalkirche mit einem dreistöckigen Kirchturm erfolgte. Aus dem 15. Jahrhundert stammt das Langhaus in seiner heutigen Form.