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Stadt Rhede
St. Gudula Kirche

Kath. Pfarrkirche St. Gudula, 1898-1901,
Markt/Kirchstraße, Neugotische Hallenkirche. Bereits im Jahre 1100 nach der
Abpfarrung der Gemeinde von der Urpfarre Bocholt wurde an der heutigen
Stelle eine Steinkirche im romanischen Stil erbaut.
Durch die Industrialisierung und die sich daraus ergebende
kulturgeschichtliche Wende wurde ein völliger Neubau angestrebt. 1893 fiel
die Entscheidung zum Bau einer neugotischen Kirche und der Abriss der alten
Kirche an selber Stelle. Jedoch konnte der Turm aus Platzgründen nicht wie
üblich nach Osten ausgerichtet werden, sondern er musste nach Westen
gerichtet werden. Der Bischof von Münster äußerte zunächst Bedenken, dass
die vielen Kneipen rund um die Kirche nicht zuträglich seien. Noch heute
spricht man in Rhede vom Kreuzweg rund um die Kirche, wenn man einen
Kneipenbummel macht.
Die Grundsteinlegung der neugotischen Hallenkirche erfolgte am 8. Juli 1898.
In der Rekordbauzeit von nur drei Jahren wurde St. Gudula am 12. Juni 1901
eingeweiht.Der Grundriss verbindet ein dreischiffiges Hallenlanghaus mit
einem Zentralbau. Im Inneren ist aber anstelle der Vierung ein weiter
oktogonaler Mittelraum angelegt, von dem aus sich die Nebenschiffe oder
Kapellen öffnen. In der Kirche befindet sich eine kostbare zeitgenössische
Verglasung, die zum Teil aus dem Jahr 1915 und früher datiert ist.
Schmuckstück von St. Gudula ist zweifelsfrei der romanische Taufstein aus
der Zeit um 1100. Besichtigungen und Führungen sind möglich!
INFORMATION
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Rathausplatz 9, 46414 Rhede
Telefon 02872/930-100
Telefax 02872/930 49 100
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